
(c) Bürgerhaus Obervieland
Was bewegt die Nachbarschaft? Das zu ermitteln ist unsere Aufgabe im Gespräch mit den Bewohner:innen. So wurden wir auf diverse Probleme im Stadtteil aufmerksam gemacht. Defekte und beinah unbrauchbare Bänke, das wollten die Nachbar:innen ändern. So entstanden die Stadtteilkümmerer, ursprünglich als Männerprojekt geplant wurde es auch schnell offen für Interessierte mit anderen Geschlechtsidentitäten. Gemeinsam verschönern sie den Stadtteil und helfen dort, wo sie gebraucht werden und es dem Gemeinwesen dient. Fahrradpumpstationen wurden errichtet, Bänke restauriert, Kinderspielplätze von Rost oder Moos befreit. Das Bürgerhaus Obervieland unterstützt hier nur in den rechtlichen (Genehmigungen etc.) und finanziellen Fragen. Denn ein wenig Farbe oder auch mal ein neues Holzbrett kosten eben auch etwas Geld. Eine weitere Problematik, die den Stadtteil umtreibt, ist das Müllproblem. Sperrmüll, der unangemeldet abgestellt wird und den Stadtteil verschandelt. Schnell gesellt sich Hausmüll dazu und schon sind Ungeziefer nicht weit. Doch wie kann dort die Gemeinwesenarbeit ansetzen? Das Bürgerhaus Obervieland entwickelte einen SperrGut-Tag. Sperrige Möbel können abgegeben und getauscht werden. Was nicht mitgenommen wird, wird entsorgt. Auch Elektrogeräte können abgegeben werden, diese werden vor Weitergabe fachlich geprüft. Inzwischen sind Bücher, Dekoartikel, manchmal als Schwerpunkt auch Kinderspielsachen dabei. Auch an diesen Tagen packen die Stadtteilkümmer:innen ordentlich mit an, helfen beim Tragen, Aufbau und sogar bei der Auslieferung per Lastenfahrrad. Eben von Nachbar:innen für Nachbar:innen. Die Projekte werden von der Bürgerstiftung Bremen, dem Beirat Obervieland und dem Landesprogram „Wohnen in Nachbarschaften“(WiN) unterstützt.







(c) Bürgerhaus Obervieland
Autor: Jannik Daum, Referent der Geschäftsführung
Organisation: Bürgerhaus Gemeinschaftszentrum Obervieland e.V., Alfred - Faust - Str. 4 , 28279 Bremen

