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Nachbarschaftsheim Wuppertal 

1948 bis heute 

Platz der Republik 24-26 | Gründung durch die deutschen Quäker Hanna und Henriette Jordan; unterstützt von schwedischen und amerikanischen Quäkern


„Hanna Jordan und die Gründung des Nachbarschaftsheim Wuppertal e.V.“

In den Worten des Nachbarschaftsheim Wuppertal e.V.

„Hanna Jordan wurde 1921 in Elberfeld geboren und wuchs im Zooviertel im weltoffenen, gastfreundlichen Haus ihrer Eltern auf. Henriette Jordan war Jüdin, Franz Jordan gehörte der christlichen Friedenskirche der Quäker an. Die Judenverfolgungen im Dritten Reich zwangen Mutter und Tochter in den Niederlanden unterzutauchen.

Hanna Jordan überlebte den nationalsozialistischen Massenmord und entschied sich nach Rückkehr in ihre Heimatstadt Wuppertal bewusst gegen Hass sondern für ein Engagement für Frieden, Toleranz und Demokratie.

Am Ostersbaum wurde Hanna Jordan auf die Situation um den Bunker am Platz der Republik aufmerksam, die sie als ganz besonders dramatisch beschrieb. Nach Kriegsende waren viele Wohnhäuser zerstört und die Menschen lebten im Bunker auf engstem Raum. Vor allem den Kindern mangelte es nicht nur an ausreichender Ernährung, sondern auch an Licht und frischer Luft. Es bestand keine Aussicht, in absehbarer Zeit in menschenwürdigen Wohnraum umziehen zu können. Erst 1957 konnten die letzten Bewohner den Bunker endgültig verlassen.

Zusammen mit ihrer Mutter Henriette und unterstützt von schwedischen und amerikanischen Quäkern gründete Hanna Jordan am 07. Juli 1948 den Verein Nachbarschaftsheim Wuppertal e.V. […] Nach seiner Eröffnung im Juli 1949 wurde das Nachbarschaftsheim für viele Bewohner*innen des zerstörten Stadtteils ein zweites Zuhause. 

Mit Hilfe der Quäker Helene und Karl Klein und einer großzügigen Spende wohlhabender Wuppertaler Bürger hatte Hanna Jordan bei einem Aufenthalt in Schweden die Bauteile für eine Baracke organisiert, sie für den Transport verpacken und nach Wuppertal verschicken lassen, wo sie dann an den Bunker angebaut wurden. Hier wurden nun moderne Formen der Gruppenpädagogik mit Kindern und Jugendlichen angewandt, die Verteilung von CARE-Paketen organisiert und eine Nähstube eingerichtet, in der aus ausgedienten Armeemänteln und Fallschirmseide Kleidung hergestellt wurde. Am Abend tanzte die Jugend nach Musik, die noch vor wenigen Jahren als „entartet“ verboten war. In den Ferien wurden Erholungsfreizeiten für kleines Geld angeboten.“ 

Den ganzen Text zum Nachlesen auf: 
www.nachbarschaftsheim-wuppertal.de/unsere-geschichte/


Foto: Kinder auf Trümmern , Nachbarschaftshaus Wuppertal um 1948 (Quelle: VskA Archiv)